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Artilleriefährprähme (AF) basierten auf den 1940 für die Landung in England entwickelten Marinefährprähmen (MFP). Da dieses Unternehmen gestrichen werden mußte, wurden die Fahrzeuge für andere Einsätze frei. Der pontonartige Rumpf war einfach konstruiert: Ein kastenförmiger Mittelteil, im Bug- und Heckbereich war der Schiffsboden schräg hochgezogen. Mit drei LKW-Motoren von je 125 PS erreichten sie eine maximale Geschwindigkeit von 10 bis 12 Knoten, je nach Beladung und Seegang. Die Bewaffnung bestand anfangs aus ein bis zwei 2 cm - Flaks, später kamen weitere Geschütze hinzu. Weil Artillerieträger fehlten, baute man einige der MFPs um. Außen an die Bordwände kamen Panzerplatten und die Bugklappe wurde zugeschweißt. Zur Unterbringung von Mannschaften und Munition hat man den Laderaum unterteilt und die vorhandenen Aufbauten bekamen Geschützplattformen. Die typische Bewaffnung bestand aus zwei 8,8 oder 10,5 cm Geschützen, einer 3,7 cm - Flak, zwei 2 cm Flakvierlingen und zwei 15 mm MG. Dadurch verringerte sich die Höchstgeschwindigkeit zwar auf etwa 8 Knoten, trotzdem waren sie durch ihre starke Bewaffnung ernstzunehmende Gegner, die viele Erfolge verbuchen konnten.

Im Abschnitt Frühere Modelle ist ein in den 70er-Jahren von mir gebauter Artilleriefährprahm im Maßstab 1:35 zu sehen, der allerdings auf Grund fehlender Unterlagen nicht ganz dem Original entsprach.

Bild 1: Im Jahr 2016 hatte ich dieses AFP-Modell aus einem Bausatz im Maßstab 1:72 gebaut.

2018 habe ich es an einen Modellbaukollegen übergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das erste Modell

Der Bausatz stammte von Schiffsmodellbau Nord und hatte einen Fertigrumpf aus GFK. Die Aufbauten bestanden aus Polystyrol - Frästeilen. Für die weitere Ausrüstung habe ich Teile von Bausätzen verschiedener Hersteller verwendet. Mein spezieller Dank gebührt der Fa. Revell, die mir zusätzliche Teile aus dem Bausatz des Schnellbootes S100 lieferten, mit denen ich die Bewaffnung und Ausrüstung vervollständigen konnte. Die Montage der Reling war nicht ganz unproblematisch, weil die Bohrungen der geätzten Stützen zu eng für die vorgesehenen 0,5 mm - Drähte waren und erst aufgebohrt werden mußten. Für die Relings der Aufbaudecks hatte ich wegen der zahlreichen Winkel Nähgarn verwendet. Mit Sekundenkleber stabilisiert und einem metallisch grauen Anstrich sieht es wie Drahtseil aus. Auf dem Hauptdeck habe ich aus Stabilitätsgründen aber doch lieber Messingdraht verwendet. Dabei kann ich von der Verwendung von Rollenware nur abraten, weil man die Krümmungen nicht wirklich herausbekommt.

 

Bild 2: Innenansicht mit Antriebsanlage und Stromversorgung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum eigentlich ein zweites Modell im 72er- Maßstab?

Ursächlich war der seit etwa zwei Jahren kaum noch mögliche Zugang zu meinem bevorzugten Fahrgewässer. Ich war gezwungen auf einen weiter entfernten und sehr kleinen Teich auszuweichen, auf dem das Fahren mit größeren Modellen ziemlich unbefriedigend war. Daraufhin hatte ich begonnen, die größeren Modelle im 35er-Maßstab  wegzugeben. Dazu gehörte auch der Artilleriefährprahm AF 106. Ganz darauf verzichten wollte ich aber nicht und so kam es zum Bau des zweiten Modells.

Da der Fertigrumpf von Schiffsmodellbau Nord für ein Fahrmodell relativ schwer ist, bezog ich dieses Mal nur den Bausatz für die Aufbauten. Den Rumpf-Bauplan vom 35er-Maßstab auf 1:72 umzurechnen war ein Leichtes. Alle Teile wurden aus 1 mm - Polystyrolplatten zugeschnitten, und mit Balsaleisten stabilisiert.

Bild 3: Der Rumpf im Rohbau mit Antriebs- und Ruderanlage

 

 

Bild 4: Bugsektion

Bild 5: Propeller und Ruder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausbau des Rumpfes

 

Abweichend vom ersten Modell habe ich mehr darauf geachtet, bei den Einbauten Gewicht einzusparen. So weit es aus Stabilitätsgründen möglich war, habe ich Balsaholz verwendet. Der Hauptschalter und die Ladebuchse wanderten ganz nach vorn unter den Aufbau-Abschnitt mit den Rettungsflößen. Auf den folgenden Bildern sind bereits die Panzerplatten angebracht und der Rumpf hat seinen Anstrich erhalten.

 

Bild 6: Ladebuchse und Hauptschalter

Bild 7: Ruderservo und Fahrtregler sind vorhanden

Bild 8: Der Innenausbau ist komplett

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deck und Aufbauten

 

Das durchlaufende Deck hat große Ausschnitte. Es ist auf mehreren Querträgern und auf den seitlichen Balsaleisten verschraubt, die Aufbauten sind in vier Abschnitte unterteilt, von denen nur der erste wegen des Zugangs zum Hauptschalter leicht abnehmbar ist. Die restlichen müssen nur zu Reparatur- oder Wartungsarbeiten abgenommen werden und sind deshalb durch Schrauben gesichert.

Die Positionierung der Masten und Antennen richtet sich nach der nebenstehenden Zeichnung (mit freundlicher Genehmigung des Verlags Koehler-Mittler).

 

Auf dem Achterdeck befinden sich Nebelkannen, zwei Wasserbomben-Ablaufgestelle und eine kleine Ankerwinde.

Bild 9: Ansicht des fast fertigen Modells.

Die Besatzung ist mangels verfügbarer Figuren leider recht knapp. Und das Motorrad ist auch wieder da.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    

        

                                                                                                     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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