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Vor einiger Zeit stieß ich in einer Modellbauzeitschrift auf den Bericht über eine Hamburger Hafenbarkasse im Maßstab 1:32. Sie hat ein echtes Vorbild, leider existiert davon nur ein Foto (links) auf der Webseite von Modellbau-Haeger, im Web konnte ich keine weiteren Hinweise auf das Schiff finden. Da ich es für eine ideale Ergänzung meiner Modelle im Maßstab 1:35 hielt, bestellte ich den Bausatz.

Ich habe meinem Modell einen anderen Namen gegeben.

Das Modell ist mit 38 cm Länge recht handlich. Angenehm überrascht war ich von dem sehr detaillierten, nur 42 Gramm leichten  GFK-Rumpf. Da im Bericht das Maximalgewicht mit etwa 500 Gramm angegeben wurde, musste ich mir um den Einbau von Antrieb und Fernsteuerung nicht allzuviel Gedanken machen. Das fertige Modell wiegt komplett ausgerüstet knapp 400 Gramm.

Maße in mm (auf das Original umgerechnet): Länge = 380 (13300); Breite = 96 (3360); Tiefgang = 34 (1190).

Passagierfiguren, die in die frühen 1900er-Jahre passen, sind kaum auf dem Markt. Es gibt aber einen gut geeigneten Figurensatz aus den 1930ern von der Firma MiniArt. Drei dieser Sätze reichten aus, um die Bänke zu füllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bau des Modells

Das Modell mit den im Bausatz enthaltenen Teilen

Der Rumpf mit allen Einbauten für Antrieb und Steuerung

Um das Ruderservo im Heck unterzubringen, habe ich das Achterdeck durch eine herausnehmbare Platte nach vorn verlängert.

Der Akku liegt unter der Kajüte, der Empfänger direkt davor. Über dem Motor befinden sich der Hauptschalter und die Ladebuchse. Die Abdeckung des Motorgehäuses wird deshalb nur eingesteckt.

Der Öleinfüllstutzen des Stevenrohrs ließ sich leider nicht mehr im Motorgehäuse unterbringen, er ragt etwas dahinter durch den mit dünnen Leisten beklebten Boden und ist mit einer Kiste verdeckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderungen an der Kajüte

 

                                           Der unten abgeschnittene Kajüt-Aufbau                                        Rückwand der modifizierten Kajüte

Die Batterie kann - durch die Rumpfform bedingt - nur sehr weit vorn untergebracht werden. Weil ich unbedingt Zellen vom AA-Typ verwenden wollte, musste ich den unteren Teil des Kajütaufbaus absägen. Das ging problemlos, weil die Form der Kajüte durch die Zwischenwände und das solide Dach stabil blieb. Die Türen in der Rückwand des Kajüt-Aufbaus bekamen je ein Bullauge und einen Griff, als Zugang zum Steuerstand wurden zwei Stufen angesetzt. Der Steuerstand ist innen mit Holzleisten verkleidet und bekam eine Bodenplatte aus Riffelblech-Imitat. Ein Kompaß und ein Steuerrad aus Messing komplettieren die Ausstattung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderungen im Passagierbereich

 

 

 Herausnehmbare Bodengruppe mit Sitzbänken

 

Innenwand

Laut Plan sollte der Boden des Passagierbereichs fest eingeklebt werden. Es gäbe in diesem Fall aber nur eine kleine herausnehmbare Bodenplatte im Bereich der Motorverkleidung. Da ich so nicht mehr an den Fahrtregler herangekommen wäre, bin ich auch in diesem Punkt vom Bauplan abgewichen und habe den Boden mitsamt den Sitzbänken und der Motorverkleidung als eine herausnehmbare Baugruppe erstellt. Vorn sindh die Bänke etwas gekürzt, damit genügend Platz für die Türen bleibt. In der Mitte sind sie durch eine kleine Treppe unterbrochen. Die Höhe der Bänke wird von den Abmessungen der Passagiere bestimmt. Als Rücklehnen dienen senkrecht an den Rand des Decks geklebte Innenwände.

Der Boden des Passagierraums liegt auf quer eingeklebte Balsaleisten. Ursprünglich war geplant, ihn dort mit kleinen Schrauben zu sichern, was sich hinterher aber als unnötig erwies.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

elektrische Ausrüstung

 

Der Hauptschalter (rechts) und die Ladebuchse (links) liegen über dem Motor (Speed 265 / 6 Volt). Dessen Leistung reicht völlig aus, eine Barkasse ist schließlich kein Rennboot.

Momentan habe ich nicht vorgesehen, die nautische Beleuchtung funktionsfähig zu machen. Eine Nachrüstung mit kleinen LEDs ist jederzeit möglich. Vorn im Bug ist noch hinreichend Platz für den nötigen Schaltbaustein.

 Empfänger: Typ: GR-12SH+

 (Graupner) 20 x 12,5 x 8 mm

Fahrtregler: AS-12/6RW EASY ohne Kabel (Modellbau-Regler)

 20 x 17 x 5 mm

Mit Rücksicht auf das Gesamtgewicht habe ich aus meinem Vorrat möglichst kleine und leichte Komponenten für Antrieb und Steuerung ausgewählt. Das Ruderservo ist z.B. ein DES 131 SH (Maße: 20 x 11 x 20,5 mm) von Graupner, das aber wohl momentan nicht lieferbar ist. Das Stevenrohr (4 mm, mit 2 mm - Welle) stammt ebenfalls von Graupner, es besteht noch aus Messing. Die neueren Versionen sind leider aus einem Material, das sich kaum löten lässt. Aus langjähriger Erfahrung ist aber wichtig, einen Rohrstutzen anzubringen um Fett oder Öl einzufüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwimmprobe im Waschbecken

 

Das Modell liegt genau auf der vorgesehenen Wasserlinie. Man erkennt die Kiste, die den Öleinfüllstutzen verdeckt. Die Abdeckung der Motorverkleidung hat noch Luftschlitze erhalten. Weitere, nachträglich ergänzte Kleinigkeiten sieht man auf dem ersten Foto ganz oben.