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In den SchiffsModell - Ausgaben 11 und 12/2015 ist ein Artikel über das Schiff erschienen. Daher habe ich die Darstellung hier auf bisher nicht veröffentlichte Details und Änderungen beschränkt, die erst nach dem Erscheinen des Artikels entstanden.

 

Nach dem Bau des Küstendampfers besorgte ich mir den gleichen Rumpf noch einmal. Diesmal sollte daraus ein kleines Kanonenboot aus der Zeit um 1900 herum entstehen. Ein ähnliches Modell hatte ich bereits in den 70er-Jahren schon einmal gebaut (s. 'Frühere Modelle'). Auf Grund seiner Konstruktion für einen Seitenraddampfer eignete sich dieser Rumpf gut für einen Doppelschrauben-Antrieb. Dadurch und wegen des damals üblichen Rammsporn-Bugs wurden allerdings einige Änderungen fällig. Insgesamt muss gesagt werden, dass das Schiff eigentlich doppelt so lang sein müsste, um ein Kanonenboot aus der Zeit maßstäblich korrekt darzustellen. Die räumlichen Verhältnisse meines Wagens begrenzen die Länge meiner Modelle auf etwa 1 m, was die extreme Verkürzung des Schiffs bedingte. Trotzdem habe ich fast alle wesentlichen Details unterbringen können. Die Daten des Modells entsprechen - mit Ausnahme der Maschinenanlage - weitgehend denen des Küstendampfers. Als Bewaffnung waren ursprünglich ein 10,5 cm - Geschütz vorn, eine 8,8 cm achtern, zwei 5 cm mittschiffs und eine 37 mm Revolverkanone auf dem Heck vorgesehen. Das Modell stellt also kein Schiff dar, das genau einem damals existierenden Kanonenboot entspricht. Deshalb musste ich auch den Namen mehrmals ändern, weil ich immer wieder herausfand, dass es doch ein Marinefahrzeug mit dem von mir gewählten Namen gegeben hatte.

 

Es gibt jetzt eine dritte Version

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Version des Modells machte eher den Eindruck eines umgebauten Frachtschiffs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Detailansichten der Geschütze

                        Buggeschütz                                   Heckgeschütz mit Schwenkmechanik

37 mm - Revolverkanone

 

Beide Geschütze habe ich mit Drehmechaniken von mgs-mechanics ausgerüstet, die zusätzlich um eine Vorrichtung für die Höhenrichtung der Geschützrohre erweitert wurden. Es handelt sich dabei um das Servos mit der Exzenterscheibe aus Messing (grüner Pfeil). Die beiden Scheinwerfer erhielten ebenfalls eine Schwenkmechanik (Servo mit Zahnradübersetzung), sie sind mit einer Hochleistungs-LED bestückt. Die im rechten Bild dargestellte Revolverkanonen sollte eigentlich auch schwenkbar werden, was sich allerdings aus Platzmangel dann doch nicht verwirklichen ließ.

Beide Schornsteine hatten anfangs einen gemeinsamen Rauchgenerator, der über einen Verteilerkasten den Dampf durch beide Schornsteine abblasen sollte. Der funktionierte auch, beanspruchte aber den Platz, den ich eigentlich für die Lautsprecher der Soundmodule benötigte und deshalb musste er wieder ausgebaut werden.

Am Großmast befindet sich der damals übliche Ruderstandsanzeiger, das sind die beiden Kegel, grün auf der Steuerbordseite bzw. rot an Backbord, deren Signalleinen mit dem Ruderservo gekoppelt sind. Am Mastfuß erkennt man noch den Achtungs- und den Stoppball, ein rot-weiß-roter Zylinder bzw. Doppelkegel. Am Vormast befinden sich noch die sogenannten Dampf- oder Fahrtbälle, die der Fahrtstufe entsprechend gesetzt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entwurf für die zweite Version

 

Bei den Probefahrten wirkte das fertige Modell durch die Aufbauten viel zu hoch. Beim genaueren Betrachten von Fotos entsprechender Schiffstypen konnte ich erkennen, dass es außer der Brücke und wenigen niedrigen Sockeln für Schornsteine und Oberlichter eigentlich kaum weitere Aufbauten gab. Das Deck war mehr oder weniger glatt durchlaufend, allenfalls durch Niedergangsluken und Lüfter unterbrochen. Als ich dann noch einen Seitenriss eines Kleinen Kreuzers fand, der das weitgehend bestätigte, war der Umbau beschlossen.

Der damit verbundene Aufwand hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Die vorhandenen Aufbauten konnten demontiert und weitgehend 'recycelt' werden. An den Einbauten waren glücklicherweise keine Änderungen  nötig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Umbau des Modells ist fortgeschritten

 

Dabei entfielen der achtere Scheinwerfer und die Revolverkanone am Heck. Die Beiboote und 5 cm - Geschütze befinden sich nun auf dem Hauptdeck. Es fehlen zwei Geschütze, Niedergänge und Luken und natürlich auch die Besatzung. Die Schutzschilde für die beiden Hauptgeschütze waren bei dieser Aufnahme noch 'under construction'.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Version 2 bei der ersten Testfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbesserungen am Modell

 

Vergleiche mit Originalfotos ähnlicher Schiffe der Kaiserlichen Marine veranlassten mich zu einigen Ergänzungen. Es zeigte sich, dass die ursprünglichen Masten meines Modells viel zu niedrig waren. Ich habe sie um etwa 50% verlängert. Dabei bekam die Scheinwerferplattform auch endlich die fehlende Reling und eine Zugangsleiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die dritte Version erscheint mit einem neuen Anstrich

Das Grau machte auf mich im Laufe der Zeit doch einen ziemlich trüben Eindruck, ich hatte vor langer Zeit bereits einmal ein ähnliches Modell im Tropen- oder Auslandsanstrich gebaut, was mir besser gefiel. Also habe ich mich daran gemacht das Überwasserschiff in einem hellen Elfenbeinweiß zu übermalen - stellenweise waren drei bis vier Farbaufträge erforderlich, um das immer wieder durchscheinende Grau zu überdecken. Die Aufbauten wurden ockergelb gestrichen. Zuerst nur bis auf die Brücke und die Schutzschilde der Geschütze, später bekamen die dann auch den gelben Anstrich. Ein Schornstein verschwand, der verbleibende und das Kesselraum-Oberlicht bekamen einen niedrigeren Sockel. Die wegen des vereinfachten Nachbaus ziemlich unscheinbaren 5 cm - Geschütze wurden durch die weiter oben abgebildeten Revolverkanonen ersetzt.