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Das 1966 gebaute Schiff war in den 60er- und 70er-Jahren in List/Sylt stationiert und machte von dort aus Ausflugs- und sog. Butterfahrten. Ich war in den frühen 70ern studienbedingt mehrfach in List, wodurch sich viele Gelegenheiten boten, an solchen Fahrten teilzunehmen. Es gefiel mir von Anfang an und schon damals faßte ich den Entschluß, davon ein Modell zu bauen. Zu diesem Zweck hatte viele Fotos gemacht, die mir leider bei einem Umzug verloren gegangen sind. Die einzigen Unterlagen, die ich heute noch besitze, sind die beiden Fotos unten und eine Menge Notizen. Auf dieser Basis hatte ich 2009 bereits ein virtuelles Modell der Palucca für eine Eisenbahnsimulation erstellt. Einige Jahre später erfuhr ich, daß die Palucca immer noch existierte und als Rungholt von Schlüttsiel aus Fahrten zu den Inseln und Halligen unternimmt. Ich konnte ein Modell im 25er-Maßstab mit vielen Unterlagen (Pläne und Fotos) günstig erwerben und wollte das eigentlich in den Originalzustand zurückbauen - ging leider schief, weil die Proportionen irgendwie nicht stimmten. Inzwischen habe ich mir einen Krabbenkutter-Rumpf beschafft, der dem Original im Maßstab 1 : 35 sehr nahe kommt. Einem Bau des Modells stand also nicht mehr viel im Wege.

So hatte ich das Schiff in Erinnerung Ein Bild aus den 60er-Jahren Das virtuelle Modell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bau des Modells

Einbauten für Antrieb und Steuerung

Der Rumpf ist zwar im Vergleich zum Original etwas völliger, entspricht ihm aber doch weitgehend. Mittschiffs ist reichlich Platz für den Akku. Der Hauptschalter und die Ladebuchse werden vor dem Steuerhaus unter einer als Bank ausgebauten Kiste versteckt. Der Motor ist ein handelsüblicher 400er-Typ mit einer verkürzten, direkt gekuppelten Propellerwelle. Das Ruderservo steht auf dem Stevenrohr, dahinter befindet sich der winzige Empfänger. Der Fahrtregler (ohne BEC) liegt steuerbordseitig vor dem Ruderservo. Über dem Motor liegt ein separater BEC-Baustein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Decks

Das eigentlich durchlaufende Deck ist durch den Fahrgastraum zweigeteilt. Auf dem Vordeck befindet sich das Steuerhaus und eine kleine Sitzbank auf einer Gerätekiste. Das Achterdeck war ursprünglich völlig offen, bekam aber bald ein Verdeck. Später wurde dann seitlich eine mit Fenstern versehene Persenning angebracht, was meiner Ansicht nach das Aussehen des Schiffs nicht gerade verbesserte. Im Schanzkleid des Achterdecks befand sich beidseits eine Pforte. In der Regel wurde nur die an Steuerbord benutzt, weil das Schiff einen linksdrehenden Propeller besaß. Eine Treppe an der Backbordseite führte auf das Oberdeck. Ebenfalls an Backbord führte eine weitere Treppe auf das Vorderdeck. Im Fahrgastraum gab es mehrere große Tische, eine kleine Pantry und einen Durchgang zum Steuerhaus.